Bericht Nr. 18 - Juli/August 2006
Chauny (Canal de Saint Quentin, Frankreich) – Compiègne – Reims – Vitry-Le-François – LangresEin ungelöstes Problem in der französischen Binnenschifffahrt ist die Treibstoffversorgung der sogenannten Vergnügungsfahrzeuge, der bâteaux de plaisance. Während die Berufschifffahrt mit „fioul“, also Heizöl, fahren darf, ist dies für die Vergnügungsschifffahrt, anders als in Belgien, streng verboten. Tankstellen mit normalem Diesel, also „gazoil“, gibt es nur wenige. Jachtbesitzer auf Fahrt in Frankreich pflegen sich mit 25 Liter-Kanistern zu behelfen, die sie an Tankstellen unweit einer Anlegestelle füllen. Das wäre bei unserem Tankinhalt von 1000 Litern eine ganz nette Fitnessübung. Letztmals haben wir in Antwerpen getankt und seither etwas über 200 Liter Diesel verbraucht. Natürlich sind 800 Liter eine beruhigende Menge, aber vor uns liegen einige eher einsame Gegenden.
Eine der seltenen SchiffstankstellenIn Compiègne hat es, so wissen wir aus unseren Unterlagen, ein Bunkerboot mit rotem und weissem Diesel. Aber Compiègne liegt nicht an unserem Weg nach Reims, unserem nächsten Ziel. Via den Canal de l’Oise à l’Aisne sind es lediglich 90 km nach Reims, via Compiègne sind es über 150 km und wir würden auf der Aisne fahren, also einem Fluss, nicht einem Kanal. Wir entschliessen uns für den Umweg und werden es nicht bereuen.
Übernachten zusammen mit der BerufsschifffahrtWir übernachten in Thourotte, wenige Kilometer vor Compiègne, an einem Quai zusammen mit der Berufsschifffahrt. Am nächsten Morgen fahren wir rechtzeitig auf der stark befahrenen Oise flussabwärts nach Compiègne. Tatsächlich können wir hier auftanken, wegen des Mengenrabattes günstiger als an jeder Autotankstelle übrigens, und erst noch Wasser bunkern. Zum Bunkerboot gehört ein reichhaltiger Schiffausrüster, der alles, aber auch wirklich alles hat. Wir decken uns noch mit einem 20 Liter-Kanister Motorenöl ein für den demnächst fällig werdenden Ölwechsel.
Auftanken in CompiègneDann fahren wir wieder einige Kilometer zurück bis zur Einmündung der Aisne in die Oise. Schlagartig sind wir in einer anderen Welt. Die Aisne hat viel Ähnlichkeit mit der Vecht in Holland, wo sich Schlösschen an Schlösschen reiht.
„Goldküste“ an der AisneBerufsschifffahrt gibt es hier praktisch keine mehr, dafür begegnet uns ein Vierer mit Steuermann.
Ruderer auf der AisneDie Abwesenheit der Berufsschifffahrt hat auch Nachteile, denn diese Strecken werden von den Voies Navigables de France (VNF) nicht mehr auf hohem Standard unterhalten. Wir merken das, als wir einmal mitten im Fluss auf einer Untiefe aufsitzen und nur dank unserem Schwung wieder freikommen.
Auch die Liegeplätze sind spärlich. Einmal bleibt uns nichts anderes übrig, als in freier Natur an einer Spundwand zu belegen.
Übernachten in freier NaturDank unserer Spundwandklemmen, die ein französischer Dorfschmied angefertigt hat, ist das glücklicherweise kein Problem.
Genial einfach: Die SpundwandklemmeDessen ungeachtet geniessen wir die Stille und Natürlichkeit der Aisne. Einer der seltenen schwarzen Schwäne besucht uns…
Ein seltener Besuch… und auf dem Sommerflieder neben unserem Liegeplatz tummeln sich die schönsten Schmetterlinge.
Naturidyll an der AisneEigentlich hätten wir den 14. Juli, den französischen Nationalfeiertag, gerne in einem Städtchen verbracht, nur schon wegen der hierzulande üblichen spektakulären Feuerwerke. Aber in Vic-sur-Aisne, wo wir gegen Mittag am Quai anlegen, verfügte der Bürgermeister ein Anlegeverbot für eben diesen Quai, weil hier das abendliche Feuerwerk stattfinden wird. So fahren wir weiter und finden oberhalb der Schleuse von Fontenoy einen freien Ponton, wo wir den 14. Juli abwettern können.
In sicherer Distanz von allen FeuerwerkenDie Hitze liegt in diesen Tagen schwer über den Ardennen. „Canicule“ nennt man die Hundshitze in Frankreich. Zeitungen und Radio ermahnen, genügend Wasser zu trinken, mindestens anderthalb Liter pro Tag. Zum Glück gibt es immer wieder Gelegenheit, sich abzukühlen.
Abkühlung in der Hundshitze
Der Kanal als Swimming-PoolBei Bourg-et-Comin biegen wir in den Canal latéral à l’Aisne ein und nach der Schleuse von Berry-au-Bac sind wir auf dem Canal de l’Aisne à la Marne.
Vor uns liegt die Champagne mit ihren weiten Weizenfeldern und Rebhängen.
Vor uns liegt die ChampagneEs ist die Zeit der Kornernte.
In der Champagne wird das Korn geerntetAn manchen Orten stehen die Getreidesilos noch am Kanal, und das Getreide wird auf Lastkähne verladen. Diese Pénichen sind 38.5 m lang, 5.05 m breit und transportieren rund 260 Tonnen Fracht. Mit ihren Massen passen sie exakt auch in die kleinsten Schleusen.
Eine Péniche wird mit Korn beladenEine dieser schwer beladenen Pénichen kommt uns denn auch prompt an einer relativ engen Stelle entgegen. Aber dank dem Funk haben wir beide voneinander gewusst und unsere Geschwindigkeit reduziert, sodass das Kreuzungsmanöver im Schneckentempo stattfindet. Damit ziehen wir uns nicht gegenseitig das Wasser weg. Immerhin hat die (geladene) Péniche einen Tiefgang von 1.80 m – bei einer Kanaltiefe von 2 m!
Kreuzungsmanöver im SchneckentempoDer Canal de l’Aisne à la Marne ist 58 km lang und weist 24 Schleusen auf. Nähert man sich einer Schleuse, hängt an einer Querstange oder einem quer über den Kanal gespannten Drahtseil eine Stange, die man drehen muss. Damit wird der Schleusenvorgang ausgelöst.
Fernbedienung für Schleusen und HebebrückenAm Aisne-Marne-Kanal liegt Reims, dessen Hafen uns aber zu laut und zu teuer ist. Wir fahren weiter bis zum ruhigen Hafen von Sillery, den wir vom letzten Jahr her kennen.
Im Hafen von SilleryNeben uns liegt die „Prisca“. Sie gehört Gérard und Chantal, einem sympathischen und fröhlichen Ehepaar aus Rouen. Es ist ihr erstes Jahr auf dem Schiff und das kommt uns bekannt vor. Jetzt leben wir bereits das zweite Jahr auf dem Wasser und wir werden oft um Rat gefragt. Wir liegen einige Tage nebeneinander und hüten gegenseitig unsere Schiffe. Eines Abends fragt mich Gérard, ob ich eine leere Flasche hätte. Ich gebe sie ihm und wenig später gibt er sie mir zurück, gefüllt mit einem caramelfarbigen Schnaps, der intensiv nach Äpfeln duftet. Calvados? Gérard lächelt verschmitzt: Ja, aber Calvados de la ferme, vom Bauern, mit 55 Volumenprozent Alkohol!
Sillery ist nur etwa 20 Velominuten von Reims entfernt und wir beschliessen, hier auf unseren Sohn zu warten, der für eine Woche zu uns in die Ferien kommt. Wie letztes Jahr verproviantieren wir uns wieder mit Champagner aus der Gegend.
Kinettes Weinkeller wird aufgefülltDaneben unternehmen wir ausgedehnte Veloausflüge, unter anderem in den Faux de Verzy, einen Naturpark mit rund tausend seltsam verkrüppelten Buchen.
Eine der verkrüppelten Buchen von VerzyDa die Hundshitze anhält, sind wir froh, wenn wir in den kühlen Wäldern velofahren können.
Am 22. Juli holen wir unseren Sohn am Bahnhof in Reims ab und bereits in der Frühe des nächsten Tages passieren wir zwei Schleusen, bevor wir zum Tunnel Mont-de-Billy gelangen. Dieser Tunnel ist 2.3 km lang und wird im Einbahnverkehr befahren. Wir haben Glück, das Lichtsignal zeigt grün und wir können direkt einfahren.
Einfahrt in den Tunnel Mont-de-Billy
Im Tunnel Mont-de-BillyAb Condé-sur-Marne schlängelt sich die Marne neben dem Kanal und folgerichtig heisst er von hier an Canal latéral à la Marne. Wir machen Halt in Châlons-en-Champagne und in Vitry-le-François.
In Châlons-en-ChampagneIn Châlons liegen wir beinahe an der gleichen Stelle wie vor einem Jahr. Es ist immer noch sehr heiss, 37° im Schatten, und wir montieren bald nach unserer Ankunft die Badeleiter. Das Wasser ist sauber – mit zunehmender Hitze wird man weniger heikel! - und wir finden die ersehnte Abkühlung.
Badefreuden…
…in ChâlonsIn Châlons kommen wir mit einem deutschen Ehepaar ins Gespräch, Uwe und Gisela aus Hamburg. Sie sind mit einem abgeriggten Segelboot, einem Kielschwerter, unterwegs („Abgeriggt“ heisst, dass Mast, Grossbaum, Segel etc. entfernt worden sind). Uwe war Kapitän zur See und hat mehr oder weniger alle Weltmeere befahren. Wenn er zu erzählen beginnt, vergeht die Zeit im Flug und die Abende werden lang. Dann nimmt er ein Tau zur Hand und zeigt uns Knoten. Er macht sie mit geschlossenen Augen oder hinter dem Rücken, mit verblüffender Sicherheit.
Hinter uns liegt eine Jacht mit belgischer Flagge. Das Eignerpaar, Rudy und Josiane, sind aber Franzosen aus Reims. Wir werden ihnen später immer wieder begegnen und Freundschaft schliessen.
In Châlons liegt auch eine Jacht mit zwei Schweizer Ehepaaren an Bord. Wie Christian auf seinem Abendschwumm an ihrem Boot vorbeischwimmt, rufen sie ihm zu: „Wir haben Sie schon erkannt, Herr Huber!“ Die Welt ist so klein… Eine Kinette-Besichtigung mit anschliessendem Apéritif ist beinahe unvermeidlich. Es wird ein lustiger Abend, denn wenig später kommen auch noch Uwe und Gisela vorbei.
Unsere nächste Station ist Vitry-le-François. In dieser Stadt laufen drei Kanäle zusammen: Der Canal latéral à la Marne, der Canal de la Marne au Rhin und der Canal de la Marne à la Saône. Letztes Jahr bogen wir ostwärts auf den Marne-Rhein-Kanal ab, fuhren auf diesem bis Troussey und dann auf der Maas zurück nach Holland.
Vitry-le-FrançoisDieses Jahr wollen wir weiter Richtung Süden und nehmen daher den Canal de la Marne à la Saône. Wie der Name besagt, verbindet er die Marne mit der Saône. Mit einer Länge von 224 Kilometern, 114 Schleusen, zwölf Kanalbrücken, siebzehn Hebebrücken und einem Tunnel von 4.8 km Länge ist das ein unterhaltsames Fahrgebiet. Wie der gewohnt unzuverlässige Reiseführer „Bootsferien in Frankreich“ von Andrea Raulf angesichts der erwähnten 114 Schleusen dazu kommt, diesen Kanal als eine der „schleusenärmsten Schifffahrtsstrassen im Land“ zu bezeichnen, wird immer das süsse Geheimnis der Autorin bleiben. Nichtsdestotrotz: Wir würden diesen Kanal unbesehen jedem Anfänger empfehlen. Auf die Gründe kommen wir noch zu sprechen.
Auf dem Canal de la Marne à la Saône1863 wurde mit dem Bau des Kanals begonnen, und 1907 war er, nach einigen Unterbrüchen, fertig gestellt. Seinen Bau verdankte er der stahlverarbeitenden Industrie in der Haute-Marne.
Hebebrücke am Canal de la Marne à la SaôneUnterdessen sind die Hochöfen verschwunden und der Kanal hat seine ursprüngliche Existenzberechtigung verloren. Die VNF sowie die Dörfer und Städte entlang dem Kanal unternehmen grosse Anstrengungen, um ihn für die Freizeitschifffahrt attraktiv zu machen. An vielen Orten entstehen neue Anlegeplätze mit Strom, Wasser und Duschen. Neu wird er auch „Canal entre Champagne et Bourgogne“ genannt, was durchaus vielversprechend klingt.
Schleuse 71 – bei Schleuse 1 werden wir den Scheitelpunkt erreicht habenTopographisch gesehen klettert man von Vitry-le-François der Marne entlang in die Höhe bis zu deren Quelle, unterquert die Hochebene von Langres - die Wasserscheide von Marne und Saône - im Tunnel von Balesmes und steigt dann hinunter ins Tal der Vingeanne, bis man oberhalb von Pontailler-sur-Saône die Saône erreicht. Die Hochebene von Langres ist Frankreichs Wasserschloss. Vier grosse Stauseen, enthaltend zwischen 8 und 16 Millionen Kubikmeter Wasser, speisen den Kanal auf beiden Seiten der Wasserscheide. Die Seine, die Marne und die Saône haben hier ihre Quellen.
Blick über die Dächer von Langres, im Hintergrund ein Speisebecken des KanalsDas Gelände hat den seinerzeitigen Erbauern des Kanals einiges abverlangt. Auf eine wahre Musterkollektion der Ingenieurskunst des vorletzten Jahrhunderts treffen wir vor Chaumont: Eine Schleuse, ein Tunnel (300 m lang, aber er erlaubt als einziger Tunnel in Frankreich das Kreuzen von zwei Schiffen!), eine Kanalbrücke und eine Hebebrücke – und das alles auf wenigen hundert Metern!
Ingenieurskunst vom Feinsten auf kleinem Raum
Im Tunnel unterhalb ChaumontIm Hafen von Vitry-le-François haben wir angemeldet, dass wir am nächsten Morgen um 08.00 ablegen werden. Dies ist dem Centre de Programmation der VNF gemeldet worden. Weil die Schleusen auf dem Canal de la Marne à la Saône noch nicht automatisiert sind, wird uns jeden Tag ein Schleusenwärter begleiten. In der Saison sind das durchwegs Studentinnen und Studenten. Sie fahren auf einem Mofa voraus, öffnen die Schleuse für uns und schliessen sie nachher wieder.
Warten, während sich die Schleuse füllt
Präzisionsarbeit beim Einfahren in eine SchleuseSo kommen wir trotz der zahlreichen Schleusen zügig ohne Wartezeiten voran. Die Berufsschifffahrt benützt den Kanal nicht mehr sehr häufig und die Freizeitschifffahrt hat den Kanal noch nicht wirklich entdeckt. Immerhin hat es in der Nähe von Vitry noch moderne Abfüllanlagen am Kanalufer.
Moderne Abfüllanlagen in der Nähe von VitryDennoch ist er gut unterhalten und der Bootstourismus wird von den Anliegergemeinden nach Kräften gefördert. Dem ganzen Kanal entlang führt ein schmaler, geteerter Treidelpfad, ein idealer Veloweg. Das alles macht diesen Kanal zum idealen Anfängerrevier.
Der Canal de la Marne à la Saône – ein ideales AnfängerrevierIn Chaumont, einem Städtchen mit rund 30'000 Einwohnern, bleiben wir drei Tage. Unsere Freunde Urs und Käthi, die mit ihrem Sportflugzeug auf dem Heimweg von Chichester in England zum Flugplatz Speck in Fehraltorf sind, machen eine Zwischenlandung auf dem Aerodrome von Chaumont und wir feiern Wiedersehen.
Wiedersehen mit Freunden in ChaumontAm nächsten Morgen verlässt uns unser Sohn nach einer erlebnisreichen Woche, während wir hier noch zwei Tage liegen. Chaumont, auf einem Hügel hoch über der Marne erbaut, ist durchaus einen Aufenthalt wert. Das Eingangstor der 1884 erbauten Markthalle ist ein prächtiges Zeugnis gusseiserner Baukunst.
Der gedeckte Markt von ChaumontNicht minder beeindruckend ist das Eisenbahnviadukt von Chaumont. Es wurde 1857 in lediglich 15 Monaten erbaut. Die Dimensionen sind beeindruckend: Mit 52 Bögen und einer Länge von 600 Metern ist es eines der bemerkenswertesten Bauwerke des 19. Jahrhunderts. Dank diesem Viadukt liegt der Bahnhof von Chaumont im Städtchen und nicht im Tal, wo sich die Eisenbahnlinie sonst schlängelt. Dieser Umstand hat seinerzeit viel zur wirtschaftlichen Entwicklung von Chaumont beigetragen.
Ein Teil des Eisenbahnviaduktes von ChaumontWährend wir in Chaumont liegen, schlägt das Wetter um. Die Hundshitze ist vorbei, es wird wesentlich kühler und der lang ersehnte Regen fällt.
Unsere Reise führt uns weiter nach Langres. Unterwegs begegnen wir einem mit Schweizerfähnchen geschmückten Schiff – es ist 1. August. Wie sich herausstellt, ist die Schiffersfrau Schweizerin.
1. August in FrankreichSelbstverständlich ist Kinette am Nationalfeiertag auch flaggengeschmückt.
Nationalfeiertag – Kinette im FlaggenschmuckDer Canal de la Marne à la Saône hat hier mit ihren Baumalleen den Charakter einer Wasserstrasse, mit Betonung auf Strasse.
Eine Wasserstrasse mit BaumalleeWo eine Strasse ist, ist die Baustelle nicht weit. Tatsächlich versperren uns kurz vor der Schleuse 14 ein Bagger und ein Frachtschiff, das mit ausgebaggertem Schlamm beladen wird, den Weg.
Wo eine Wasser„strasse“ ist, ist auch eine BaustelleAber schon nach kurzer Wartezeit setzt das Lastschiff etwas zurück und der Bagger schiebt sich im Menzi-Muck-Verfahren auf die Seite, sodass wir ganz langsam passieren können.
Vor uns liegt der Hafen von Langres.
Langres gilt als eine der 50 schönsten Städte Frankreichs. Der Ort mit seinen rund 10'000 Einwohnern liegt hoch – 470 Meter über Meer - auf einem Kalksteinplateau zwischen zwei Tälern. Bei klarem Wetter sieht man von Langres das Aletschhorn und die Jungfrau. So viel Wetterglück haben wir nicht. Dennoch ist die Aussicht überwältigend, nachdem wir die 227 Stufen in der atemberaubend engen steinernen Wendeltreppe eines Turms der St. Mammes Kathedrale bis auf die Zinne hinaufgestiegen sind. Christian scheint immer noch hoch hinaus zu wollen…
Langres vom Turm der Kathedrale aus gesehen (227 Treppenstufen!)Wegen seiner geschützten Lage und seiner strategischen Bedeutung wurde es schon früh mit hohen Umfassungsmauern, Türmen und Wehrgängen geschützt.
Die Festungsanlagen von LangresWir beschliessen, einige Tage in Langres zu bleiben und hier auf die Freunde zu warten, die uns 14 Tage lang begleiten werden. Der Bahnhof ist nicht weit vom Hafen entfernt und die Zugsverbindungen aus der Schweiz sind sehr gut.
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