Bericht 108, Oktober 2014

Berlin-Spandau – Berlin Tempelhof

(Havel, Ruhlebener Altarm, Spree, Spree-Oder-Wasserstrasse, Britzer Verbindungskanal, Teltowkanal; 53 Kilometer, 3 Schleusen)

Durch Berlin (PC Navigo©)

Durch Berlin (PC Navigo©)

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Bevor wir Ihnen von unserer Fahrt auf der Spree durch Berlin erzählen, gibt es noch von einem technischen Intermezzo zu berichten. Falls Sie Schiffseigner sind, können Sie aus unseren Fehlern lernen.

Seit geraumer Zeit hören wir beim Einlegen des Vorwärts- und des Rückwärtsgangs ein starkes Schlaggeräusch, dessen Ursache wir nicht genau lokalisieren können. Der erste konsultierte Fachmann sieht die Ursache im Kreuzgelenk, welches letztes Jahr neu eingebaut wurde, der Zweite im Stehlager. Worst Case wäre ein Getriebedefekt. Weil uns dieses Schlagen überhaupt nicht gefällt, nehmen wir, wie wir in Berlin-Spandau längsseits der «Anny» liegen, Kontakt mit den Deutschen Industrie-Werken (DIW) auf, einer Werft mit hervorragendem Ruf.

Die Deutschen Industrie-Werke (DIW) in Berlin-Spandau

Die Deutschen Industrie-Werke (DIW) in Berlin-Spandau

Der technische Leiter, Dipl.-Ing. Frank Felkel und Schiffsbauer Sebastian Schröder kommen selbst vorbei, sehen einen Getriebeschaden als Möglichkeit und geben uns einen kurzfristigen Termin.

Am Quai der Deutschen Industrie-Werke

Am Quai der Deutschen Industrie-Werke

Auf der Werft wird zuerst die Dämpferscheibe des Getriebes ausgebaut und überprüft: negativ. Dann wird das Spiel des Drucklagers im Getriebe gemessen: negativ. Ratlosigkeit. Dann hat Sebastian Schröder die – wie sich zeigen wird, geniale – Idee, die Position der beiden Flansche gegenüber der Stehlagerwelle zu markieren. Probelauf, Einkuppeln, Auskuppeln. Schröder nickt befriedigt: «Dachte ich mir doch!» Der vordere Flansch hat sich bei jedem Kupplungsvorgang um zwei Millimeter bewegt, er sitzt also nicht fest auf der Welle. Das hat zur Folge, dass die sogenannte Feder, ein kleines Stahlstück, das in eine Nut eingepasst ist und ein Leerdrehen der Welle verhindern soll, jedes Mal gegen diese Nut schlägt – und irgendwann einmal abschert. Ach Gott, ist das kompliziert! Kommen Sie draus?

Mit der Pfahlbauermethode «festgezogene» Mutter

Mit der Pfahlbauermethode «festgezogene» Mutter

Ursache ist jedenfalls die Mutter, welche den Flansch auf die Welle drückt oder, besser gesagt, drücken sollte. Diese Mutter hat der Mechaniker in Haldensleben, vermutlich in Ermangelung des richtigen Werkzeugs, ohne unser Wissen mit der Pfahlbauermethode, nämlich mit Hammer und Meissel, «festgezogen», Die Werft in Genthin konnte diesen Pfusch nicht sehen, weil der besagte «Mechaniker» die Stehlagerwelle bereits eingebaut hatte.

Wir hatten damals wegen des Elbe-Hochwassers in Haldensleben festgelegen und deshalb dankbar das Angebot des (wie sich erst nachträglich herausstellte, völlig überforderten) örtlichen Mechanikers angenommen, jene Teile der Welle neu anfertigen zu lassen und einzubauen, welche er vor Ort einbauen konnte, während uns dann die Werft in Genthin das Endstück der Welle einbaute – und zwar fachmännisch.

Was lernen wir daraus? NIE, aber wirklich NIE zwei verschiedene Unternehmen eine Reparatur in Teilen vornehmen lassen. Die Verantwortlichkeiten sind unklar und die Schnittstellen nicht kontrollierbar. Die schlechte Nachricht ist, dass wir ziemlich viel Lehrgeld bezahlten, die gute Nachricht, dass ein Getriebeschaden deutlich schmerzhafter ins Geld gegangen wäre! Abgesehen natürlich davon, dass ein Getriebeschaden irgendwo in der vorpommerschen-mecklenburgischen Pampa ein völliger Albtraum gewesen wäre!

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Damit können wir uns endlich wieder der Schifffahrt zuwenden und damit dem Höhepunkt und Abschluss unserer Fahrsaison 2014.

Mit Kinette durch Amsterdam

Mit Kinette durch Amsterdam

Wir sind mit unserem Schiff schon einige Male auf den Grachten durch Amsterdam und auf der Seine sowie den Kanälen Saint Martin und Saint Denis durch Paris gefahren, aber noch nie auf der Spree durch Berlin. Sowohl Amsterdam mit seinen zahlreichen Hebebrücken als auch Paris mit seinen schnellen Bateaux Mouches waren unvergessliche Höhepunkte.

Mit Kinette auf der Seine durch Paris

Mit Kinette auf der Seine durch Paris

Berlin wiederum ist eine ganz neue Herausforderung. Bei der Fahrt durch Berlin passiert man insgesamt zwei Schleusen (Charlottenburg und Mühlendammschleuse) und 38 Brücken. Auf der Spree herrscht ein sehr – sehr! – reger Verkehr von Passagierbooten. Viele der Brückendurchfahrten sind entweder nicht breit genug für zwei sich kreuzende Schiffe oder dann müssen sie wegen der Strömung so angefahren werden, dass man die ganze Breite braucht.

Ein unfallfreier und reibungsloser Verkehr ist deshalb nur möglich, wenn sich die Schiffsführer laufend über Funk absprechen. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens dürfen Schiffsführer ohne Sportbootführerschein Berlin nicht auf der Spree durchqueren. Und wer keinen Funk an Bord hat, darf zwischen 9 und 19 Uhr nicht durch Berlin fahren.

Schiffsführer Matthias Ender auf der Werft in Genthin

Schiffsführer Matthias Ender auf der Werft in Genthin

Da ist es wie ein Geschenk des Himmels, dass uns Matthias Ender anruft: «Wo seid Ihr denn? Immer noch in Meck-Pomm?» Matthias, den Schiffsführer eines Schubschiffes, haben wir letztes Jahr auf der Werft in Genthin kennengelernt. Er ist nicht nur Berufs-Schiffsführer und er ist nicht nur Berliner, sondern er fährt auch manchmal an freien Tagen als Ablöser mit Passagierschiffen durch Berlin.

Westhafenkanal

Westhafenkanal

Das Geschenk des Himmels hat ausgerechnet in jener Woche frei, in der wir aus der Werft auslaufen und durch Berlin nach Berlin-Tempelhof fahren wollen. «Matthias, fährst Du mit als Funker?» «Klar doch, mach ich!»

«Matthias, fährst Du mit als Funker?»

«Matthias, fährst Du mit als Funker?»

Und so kommt es, dass Matthias eines leider etwas trüben Morgens im Ruhlebener Altarm an Bord kommt. Wir laufen kurz nach 8 Uhr morgens aus Richtung Schleuse Charlottenburg, die wir auf Kanal 82 aufrufen. Keine Antwort – auch nach mehreren Versuchen nicht. Telefon an die Mühlendammschleuse. Auskunft: «Die Schleuse Charlottenburg ist bis 21. November wegen Bauarbeiten gesperrt!» Da hat uns unser Navigationsprogramm, das sonst Sperrungen zuverlässig anzeigt, für einmal im Stich gelassen.

Die Glaskuppel des Bundestags-Gebäudes

Die Glaskuppel des Bundestags-Gebäudes

Kinette vor dem Deutschen Bundestag (Foto: Georges Pulver).

Kinette vor dem Deutschen Bundestag (Foto: Georges Pulver).

Also umkehren und die Schleuse Charlottenburg umfahren. Via Spandauer Schleuse, Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal, die Schleuse Plötzensee sowie den Westhafenkanal sind wir eine gute Stunde später auf der anderen Seite der Schleuse Charlottenburg. Wir hätten den Westhafenkanal nicht bis vor die Schleuse Charlottenburg fahren, sondern durch den Charlottenburger Verbindungskanal abkürzen können. Aber wer spricht denn am letzten Fahrtag des Jahres von «abkürzen»? Wir wollen das volle Programm fahren!

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Die S-Bahnbrücke Bahnhof Friedrichstraße

Die S-Bahnbrücke Bahnhof Friedrichstraße

Die Weidendammerbrücke damals

Die Weidendammerbrücke damals

Einige der Spree-Brücken sind besonders schön. So etwa die 1898 erbaute, 73 Meter lange Weidendammer Brücke, wie sie Wolf Biermann in seiner Ballade vom preussischen Ikarus besungen hat:

Da, wo die Friedrichstraße sacht
den Schritt über das Wasser macht
da hängt über der Spree
die Weidendammer Brücke. Schön
kannst Du da Preußens Adler sehn
wenn ich am Geländer steh
dann steht da der preußische Ikarus
mit grauen Flügeln aus Eisenguss
dem tun seine Arme so weh
er fliegt nicht weg – er stürzt nicht ab
macht keinen Wind – und macht nicht schlapp
am Geländer über der Spree.

 

Die Weidendammer Brücke heute

Die Weidendammer Brücke heute

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Das Bode-Museum mit der Monbijoubrücke

Das Bode-Museum mit der Monbijoubrücke

Begegnung mit einem Schaumschläger bei der Eisenbahnbrücke

Begegnung mit einem Schaumschläger bei der Eisenbahnbrücke

Warum für die Fahrt durch Berlin ein Funkgerät – in unserem Fall zwei Funkgeräte – vorgeschrieben ist, merken wir schnell. Unser «Bordfunker» Matthias gibt laufend Positionsmeldungen ab und spricht sich mit den Kapitänen der Passagierschiffe ab. Unter einigen Brücken ist ein Kreuzen nicht möglich und man sieht die entgegenkommenden Schiffe erst im letzten Moment. Die Funksprüche sind kurz und präzis: «Moltkebrücke. Bergfahrer». Sollte sich von der anderen Seite ein Talfahrer nähern, würde man sich über die Durchfahrt verständigen, wobei Passagierschiffe immer Vortritt haben und unter gleichgestellten Schiffen der Talfahrer.

Der Berliner Dom

Der Berliner Dom

Gelegentlich gibt Matthias auch Hinweise, wie eine Brücke, wenn sie in einer Krümmung liegt, unter Berücksichtigung der Strömung anzufahren ist. So ist unsere Spree-Première das reinste Vergnügen und wir geniessen diese Fahrt trotz des unfreundlich kühlen Wetters in vollen Zügen.

Eines der unzähligen Passagierschiffe

Eines der unzähligen Passagierschiffe

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Oberbaumbrücke

Oberbaumbrücke

Wohl eine der markantesten Berliner Spree-Brücken ist die Oberbaumbrücke. Sie verbindet die Ortsteile Kreuzberg und Friedrichshain und wurde in den Jahren 1894–96 im neugotischen Stil als kombinierte Strassen- und Eisenbahnbrücke gebaut. Auf der oberen Ebene befindet sich das Hochbahngeleise der ersten Berliner U-Bahn-Linie – heute ist es die U1.

Die U1 auf der Oberbaumbrücke

Die U1 auf der Oberbaumbrücke

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Passagierschiffe in allen Formen und Farben

Passagierschiffe in allen Formen und Farben

Vorbei am Kanzleramt

Vorbei am Kanzleramt

Der Kanzleramtssteg

Der Kanzleramtssteg

Unter der Moltkebrücke ist kein Kreuzen möglich

Unter der Moltkebrücke ist kein Kreuzen möglich

Die Mühlendammschleuse, dahinter der historische Hafen

Die Mühlendammschleuse, dahinter der historische Hafen

Bei der Mühlendammschleuse ist uns das Glück hold. Matthias meldet uns über Funk rechtzeitig an und der Schleusenwärter antwortet: «Die rechte Kammer ist bereit, Ihr könnt einfahren.» Wir schleusen zügig und können ebenso zügig weiterfahren.

Schiffe im historischen Hafen

Schiffe im historischen Hafen

Der Kapitän wirkt völlig entspannt*

Der Kapitän wirkt völlig entspannt*

* Nachdem sie das Elbe-Streckenpatent erworben hatten, liessen sich Christian und ein Kurs-Kollege beim Hamburger Mützenmacher Walther Eisenberg richtige Schiffermützen machen. Solange das Kind im Manne noch vorhanden ist, ist der Mann nicht alt!

Bald sind wir auf der Spree-Oder-Wasserstrasse, biegen in den Britzer-Verbindungskanal ein und dann geht’s auf dem Teltowkanal zum Tempelhofer Hafen. Es sind die letzten Kilometer einer erlebnisreichen Saison in Gewässern, die zu den schönsten Binnernwassersportrevieren Europas zählen – jedenfalls, soweit wir sie bis jetzt befahren haben.

Am Ziel: Der Tempelhofer Hafen

Am Ziel: Der Tempelhofer Hafen

Der Tempelhofer Hafen mit dem Ullsteingebäude bei Nacht

Der Tempelhofer Hafen mit dem Ullsteingebäude bei Nacht

Vor uns liegen noch zwei Tage intensiver Arbeit. Erstens müssen wir das Schiff auf den strengen Winter vorbereiten. Alle Wasserleitungen werden mit dem Kompressor ausgeblasen, die Kühlkreisläufe von Hauptmotor und Generator mit Frostschutz gefüllt – eine lange Checkliste wird sorgfältig abgearbeitet. Zweitens müssen wir für die Reise in die Schweiz packen und zu guter Letzt wird das Steuerhaus eingepackt.

Kinette ist winterklar und verpackt

Kinette ist winterklar und verpackt

Wundert es Sie, dass wir bereits auf der langen Heimfahrt von Berlin nach Zürich Reisepläne für die nächste Saison schmieden?

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In Zahlen sieht unsere Fahrsaison 2014 so aus: Wir sind in rund 100 Motorstunden ziemlich genau 700 Kilometer weit gefahren und haben dabei 48 Schleusen passiert. Dabei verbrauchten wir 500 Liter Diesel und 234 Liter Heizöl (für Warmwasser und Heizung). Das sind, im Vergleich zu frühere Jahren, bescheidene Zahlen. Aber dahinter verbergen sich Fahrten über stille, schilfumsäumte Seen, mäandernde Flüsse und schmale Verbindungskanäle, grossartige Sonnenuntergänge, fröhliche Runden im Kreise von Freunden, Begegnungen mit Gleichgesinnten und neugierigen Passanten, Radtouren in Naturschutzgebieten und – last but not least – die Fahrt auf der Spree durch Berlin.

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Vielleicht haben Sie sich gefragt, wie die Foto unseres Schiffs vor dem Deutschen Bundestag entstanden ist. Die Antwort lautet: Das Bild ist ein Kind des Zufalls. Der Zufall wollte es nämlich, dass zum selben Zeitpunkt, als wir am Deutschen Bundestag vorbeifuhren, auf der Brücke zwei ehemalige Mitarbeiter von Christian, Alfred Walter und Georges Pulver, standen und fotografierten. Damit noch nicht genug des Zufalls: Ohne sie von weitem zu erkennen, hatten wir die beiden Herren auf der Brücke ebenfalls fotografiert.

Zuhause schaute sich Georges Pulver unsere Homepage an – was ohnehin eine äusserst empfehlenswerte Tätigkeit ist – und entdeckte die beiden kleinen Männchen auf der Brücke, nämlich sich selbst und Alfred Walter. Und so fand die Pulversche Kinette-in-Berlin-Foto ihren Weg auf unsere Homepage. Herzlichen Dank Georges Pulver!

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Aus dem Logbuch

  • Berlin-Spandau. Verschiedene Yachthäfen mit unterschiedlichen Einrichtungen. Sehenswürdigkeiten. Spandauer Zitadelle mit Sammlungen und Stadtmuseum. S- und U-Bahn ab Rathaus Spandau.
  • Gastro-Tipp (und Gastro-Warnung) Spandau: In der Altstadt von Spandau findet man kleine und gepflegte Restaurants und Kneipen.. Im Fischrestaurant «Raymons» hingegen haben wir, was Qualität der Speisen und Freundlichkeit des Personals betrifft, sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Inhaber und Küchenchef Raymon Frost kann, wenn er gerade mal einen schlechten Tag hat, gegenüber Gästen sogar ausfällig werden und jegliche Contenance verlieren.
  • Werft in Berlin: Deutsche Industrie-Werke DIW, Freiheit 10, 13697 Berlin. Tel. 030 35 187 02. Auf dem Wasserweg: Ruhlebener Altarm.
  • Gastro-Tipp Berlin: «Ständige Vertretung», Schiffbauerdamm 8, 10117 Berlin. Tel. 030 282 39 65. Nicht irgendeine Kneipe, sondern ein politisches Lesebuch. Nennt sich selbst zu Recht «Polit-Kult-Lokal». Deshalb in der Regel proppenvoll. Die Wände sind vollgehängt mit Fotos von Politikern, welche alle mal hier waren. Die Speisekarte ist nicht gross, aber die Speisen sind gut und der Service sehr freundlich. Vorbildlich: Bei jedem Menü steht, ob laktosefrei, glutenfrei, vegetarisch oder vegan.
  • Gastro-Tipp Tempelhof: Im Hafen liegt ein alter Fischkutter, in welchem sich das Fischrestaurant «Marti», ein türkischer Familienbetrieb, befindet. Frische Zutaten, gut zubereitet, ein freundlicher und aufmerksamer Service und moderate Preise – was will man mehr?
  • Berlin-Tempelhof. Da hat sich eigentlich seit unserem letzten Aufenthalt nichts verändert. Die sanitären Anlagen sind zwar sauber, aber je eine Toilette und eine Dusche für Männlein und Weiblein sind für einen Hafen dieser Grösse schlicht eine Zumutung. Es fehlen auch Waschmaschine und Trockner sowie eine Fäkalien-Abpumpanlage. Ein Lichtblick sind die beiden freundlichen Hafenmeister Jens und Toni.

5 Gedanken zu „Bericht 108, Oktober 2014

  1. In Roanne angekommen!

    Bonjour Charlotte und Christian,
    Nach einer schönen Herbstfahrt sind wir am 7. November in Roanne eingetroffen. Nach fast drei Jahren Absenz sind wir sehr glücklich, wiederum einen Teil unserer Freunde hier anzutreffen. Diesen Herbst fuhren wir als Letzte den Kanal Roanne-Digoin und als Letzte kamen wir auch in Roanne an. Der Empfang war sehr herzlich.
    Wir werden versuchen unsere Fahrt vom Herbst auch in unserer Homepage zu illustrieren.
    Bisher waren wir in Roanne sehr beschäftigt mit Vorbereitungen für die künftigen Arbeiten welche wir diesen Winter hier an unserem Schiff ausführen möchten. Mit Ausnahme des Steuerhauses wollen wir sämtliche Böden im Schiff neu machen. Diese werden ganzflächig ausbaufähig sein um die Bilge besser unter Kontrolle zu haben und wenn notwendig und auch behandeln zu können.
    Die Bugschraube hat auf dem Kanal Roanne-Digoin ein Objekt erwischt sodass sie ohne jegliche Wirkung ist. Die Schraubenblätter sind gebrochen. Die neue Schraube ist bereits auf dem Schiff und wir halten nun Nachschau auf welche Art hier in Roanne diese eingebaut werden kann. Unsere Küche sollte ebenfalls einige Änderungen erfahren. Wir haben hier mit Jean-Luc Chaize (Bateau Cerise) den geeigneten Fachmann zur Verfügung.
    Kürzlich haben wir in der Zeitschrift FLUVIAL, Ausgabe Dezember 2014, Januar 2015 den interessanten Bericht von Euch Beiden gelesen. Es ist wirklich eine schöne Zusammenfassung von Euren neunjährigen Schiffserlebnissen. Ein Vergnügen, dies zu lesen. Bravo! Einige von Euren Erlebnissen können wir gut nachvollziehen, weil wir da oder dort auch schon gefahren sind.
    Wir wünschen Euch schöne Festtage und senden Euch die besten Wünsche für 2015.
    Madeleine und Joseph
    WIETSKE Crew

  2. Good evening my dear friends,
    What a thrill!
    Yesterday I bought the magazine FLUVIAL and I see Kinette in front page.
    Obviously this has brought us a few months back when we left the Teupitzersee .
    I hope one day we will all have the opportunity to join us on board on Siet or Kinette to drink a „good shot“.
    Here in Paris winter sets in slowly and we started to make a fire in the fireplace.
    Saturday I will go with a friend in Les Andelys to move Siet Op U Selven and put a little deeper inside the port.
    Monday opens the show of navigation in Paris.
    The opportunity to see the boats, and begin to find out about the material I would like to install on board Siet. With all our best wishes,

    Christian GONNARD

  3. Hallo Charlotte, hallo Christian,

    Danke für Eure Grüße und den Link auf Eure neuen Bilder. Auch ganz toll und viel, viel Arbeit.
    Schön, dass Ihr Euch bei uns im Nordosten Deutschlands so wohl fühlt.
    Übrigens – wir haben Eure Kinette gesehen – in Life – im Hafen Tempelhof.
    Wir waren unterwegs mit Holz durch den Teltowkanal. Haben noch Signal
    gegeben, es hat aber keiner von der Kinette gewunken.

    Wir waren jetzt zwei Wochen in Berlin, Familie und Freunde hatten Verlangen.
    Wir haben einige Weihnachtsmärkte besucht, können aber berichten: Glühwein
    und Bratwurst gibt es überall und schmecken sehr ähnlich.
    Nun sind wir wieder in Fahrt. Laden zur Zeit in Eberswalde Raps für Neuss.
    Einer von uns muß nachher Deck waschen, die Münze entscheidet wer.
    Die Weihnachtsfeiertage werden wir mit den Kindern in Edesbüttel/Calberlah
    verbringen, der Weihnachtsbaum steht schon bunt geschmückt im Wohnzimmer.

    Wir wünschen Euch eine streßfreie Adventszeit, angenehme Weihnachten und Glück und Gesundheit für das Neue Jahr.

    Weiterhin gute Fahrt mit der Kinette und schöne Eindrücke auch in 2015.

    Gruß von der M/S Therese

    Dagmar und Willi

  4. Lieber Christian, ich erblasse vor Neid! Eine so schöne Schiffermütze hätte ich auch gerne. Angebot: Tausche Alinghi-Cap dagegen! Einverstanden?
    Schöne Weihnachtszeit und viel Phantasie bei der Planung für 2015. Lb Gruss aus Port-Saint-Louis bei Mistral und 18 Grad C.

    • Lieber Thomas
      Dein Vorschlag ist ja äusserst grosszügig! Er hat leider zwei Haken: Ich bin kein Segler mehr und meine Kapitänsmütze ist als Einzelstück untauschbar. Die Erklärung liefert Dir untenstehendes Bild:

      Kapitänsmütze

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