Bericht 34, Oktober 2007

Briare – Nevers – Decize – Digoin – Roanne

(Canal latéral à la Loire, Canal de Roanne à Digoin, 254 Kilometer, 48 Schleusen)

Reiseroute

Reiseroute

Wir haben im letzten Bericht aus dem französischen Kanalführer eine Perle der deutschen Sprache zitiert. Auch das Office de Tourisme von Montargis weiss sich klar auszudrücken: «In der schönen Jahreszeit die Relinge der 127 Brücken und verschwinden Fußgängerbrücken unter Wasserfällen von Blumen. Im Zentrum Selbst der Stadt rutschen Frachtkähne und Vergnügungsboote auf dem Kanal von Briare, der mit jahrhundertealten Bäumen gesäumt ist. Von ihren Hügel scheinen die reste des mittelalterlichen Schlosses, der Ohnmacht gefallenen Pratch, auf den Dächern der Stadt zu achten. Im Laufe einer Etappe in Montargis werden die Segler alle Geschäfte, Dienste und Zustimmungen finden, auf die sie in der Stadtmitte warten.» Charmanter kann man es einfach nicht sagen.

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Mittlerweile sind wir ja in Briare angelangt. Briare war einst, zusammen mit Giens, ein Zentrum der Mosaikherstellung. Während in Giens, einer schön gelegenen kleinen Stadt an der Loire mit einem interessanten Jagdmuseum im Schloss, noch Fayencen hergestellt werden, hat in Briare dank kräftiger staatlicher Hilfe eine Keramikplättlifabrik bis heute überlebt.

Gien an der Loire

Gien an der Loire

Während einer Wanderung entlang einem der stillgelegten alten Loire-Seitenkanäle in Briare hören wir seltsame Geräusche aus dem Wald, eine Art Scharren und Klirren. Wir gehen der Sache nach und stossen auf ein riesiges Feld von Keramikscherben und emaillierten Knöpfen.

Abfallhalde der Keramikfabrik Briare

Abfallhalde der Keramikfabrik Briare

Offensichtlich handelt es sich um die Abfalldeponie der Keramikfabrik, die hier während Jahrzehnten ihren Ausschuss entsorgte. Heute kommen hier Mosaikkünstler gratis zu ihrem Rohstoff.

Rohstoff für Mosaikkünstler

Rohstoff für Mosaikkünstler

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In Briare überquert der Kanal die Loire auf einer 662 m langen Eisenbrücke, die im Jahre 1890 erbaut wurde. Sie ist vermutlich weltweit die längste Konstruktion dieser Art und besteht im Wesentlichen aus einem genieteten Eisentrog auf steinernen Pfeilern.

Die Kanalbrücke von Briare

Die Kanalbrücke von Briare

Diese imposante Brücke ist laut der einschlägigen Reiseliteratur von der Konstruktionsfirma Gustave Eiffel erbaut worden. Von der Machart erinnert denn auch alles an Eiffels Brückenkonstruktionen, soweit sie heute noch erhalten sind. Uns ist aber eine Metallplakette am Brückentrog aufgefallen, die ganz etwas anderes besagt.

Eiffel oder nicht Eiffel – das ist hier die Frage

Eiffel oder nicht Eiffel – das ist hier die Frage

Aufschluss erhalten wir im Marinemuseum in Briare. Dort erfahren wir, dass die Firma Daydé & Pillé bei der Ausschreibung der Arbeiten den Zuschlag für die Ingenieurarbeiten erhielt, während sich Gustave Eiffels Unternehmung mit den Fundamenten und Brückenpfeilern begnügen musste. Gustave Eiffel war zuerst tief beleidigt, machte dann aber doch gute Miene zum bösen Spiel.

Auf der Kanalbrücke von Briare

Auf der Kanalbrücke von Briare

Die Kanalbrücke stammt offensichtlich aus einer Zeit, in welcher «Kunst am Bau» noch nicht so aufgesetzt und fehl am Platz wirkte wie heute.

Detail an der Kanalbrücke von Briare

Detail an der Kanalbrücke von Briare

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Wir befinden uns seit Briare auf dem Canal latéral à la Loire, also dem Loire-Seitenkanal. Der Loire-Seitenkanal ist Teil eines Kanalsystems, welches das Seinebecken mit dem Loiretal verbindet. Diese Verbindung wird vom Canal du Loing (welcher dem Fluss Loing folgt), dem Canal de Briare (der eine Wasserscheide überwindet) und dem Canal latéral à la Loire gebildet. In Digoin führt der Canal de Roanne à Digoin weiter der Loire entlang bis nach Roanne, während der Canal du Centre von Digoin (ebenfalls über eine Wasserscheide) aus in nordöstlicher Richtung zur Saône führt.

Auf diesem grossartigen Netz von Wasserstrassen – das bis nach Deutschland, Holland und ans Schwarze Meer reicht – wurden während Jahrhunderten tausende Tonnen von Gütern transportiert. Mit dem Aufkommen des Schienenverkehrs brach dieses Transportvolumen ein und der moderne Schwerverkehr auf der Strasse hat dem Gütertransport auf dem Wasser praktisch den Todesstoss versetzt, auch wenn der Wasserweg der Strasse in ökologischer Hinsicht weit überlegen ist. Zukunft haben nur noch grosse Transporteinheiten auf den grossen Wasserstrassen. Die kleineren Kanäle mit ihren Schleusenmassen von 39 x 5.10 m sind unrentabel geworden. Einige werden wohl dank des Bootstourismus überleben, bei anderen ist die Verlandung und dann Schliessung nur eine Frage der Zeit. Es ist völlig unerfindlich, wie der bankrotte französische Staat (der gesamte Ertrag der Einkommenssteuer reicht gerade für den Zinsendienst der Staatsschuld) diese kaum mehr befahrenen Wasserwege mit all ihren Schleusen und dem dazu gehörenden Personal unterhalten soll. Aber vielleicht schaffen es ja die Eisenbahner-Gewerkschaften mit ihren unsäglichen Streiks, dass wieder vermehrt Güter auf dem Wasser transportiert werden.

Die Loire nach ausgiebigen Regenfällen

Die Loire nach ausgiebigen Regenfällen

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Von nun an wird uns unser Weg der Loire entlang nach Roanne führen. Insgesamt 250 sanft ansteigende Kanalkilometer und 48 Schleusen trennen uns noch von dem Hafen, in welchem wir das zweite Mal zu überwintern gedenken.

Am Loire-Seitenkanal

Am Loire-Seitenkanal

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Wir planen unsere Ankunft in Roanne auf Ende Oktober, haben also einen ganzen Monat Zeit für den Loire-Seitenkanal.

Blick von Sancerre auf das Loiretal

Blick von Sancerre auf das Loiretal

Wir wollen einige Tage im Weingebiet von Sancerre verbringen. Am Fuss des hoch auf einem Hügel gelegenen mittelalterlichen Städtchens mit seinen engen Gässchen liegt St-Thibault.

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Hier zweigt ein schmaler Kanal ab, der früher durch eine Schleuse mit der Loire verbunden war. Heute befindet sich hier ein gut geschützter Sportboothafen. Wir haben ihn tags zuvor per Velo rekognosziert und festgestellt, dass wir mit Kinette mit ihren knapp 23 m Länge im Hafenbecken nicht wenden können. Also entschliessen wir uns, rückwärts in die enge Brückendurchfahrt einzufädeln und im Rückwärtsgang die 400 m in den Hafen zu fahren.

Rückwärts in die Hafeneinfahrt

Rückwärts in die Hafeneinfahrt

Das Manöver ist insofern unterhaltsam, als Schiffe mit einem starren Wellenantrieb – wie das unsere – in Rückwärtsfahrt nicht auf die Ruderstellung reagieren. Richtungsänderungen erfolgen mit dem Bugstrahlruder und dem Radlaufeffekt der Schiffsschraube. Einmal mehr bewähren sich Christians drei Grundsätze für schwierige Manöver: „Erstens: langsam. Zweitens: langsam. Drittens: langsam“.

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Sancerre ist für seinen Wein berühmt, für den weissen (aus Sauvignon-Trauben gekeltert) allerdings eher als für den Rotwein und den Rosé (Pinot noir).

Metzger in Sancerre

Metzger in Sancerre

Die weissen Weine haben dank der Geologie (Silex, Ton- und Muschelkalk), dem Klima und der Anbaumethode eine sehr komplexe Struktur.

Sancerre

Sancerre

Der Weinbauer, dem wir einige Kistchen abkaufen, versichert uns, der Rotwein sei zehn Jahre lagerfähig. Wir bezweifeln allerdings, dass diese Flaschen bei uns so alt werden…

Die engen Gässchen von Sancerre

Die engen Gässchen von Sancerre

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Auf der Weiterfahrt fährt eine Schweizer Familie in einem Mietboot hinter uns. Weil hier alle Schleusen von Hand bedient werden, bittet uns der Schleusenwärter, so nahe wie möglich ans vordere Schleusentor zu fahren, damit er das Mietboot mit uns zusammen schleusen kann. Selbstverständlich tun wir ihm den Gefallen und machen uns einen Spass daraus, in den nächsten vier Schleusen jeweils bis auf ein paar Zentimeter ans Schleusentor heranzufahren.

Näher ans Schleusentor geht nicht!

Näher ans Schleusentor geht nicht!

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In einem Dörfchen irgendwo vor Nevers finden wir einen Anlegeplatz, der ein Geheimtipp bleiben soll. Ein solider Quai mit kräftigen Pollern, eine gepflegte Parkanlage, Wasser und Strom gratis, ein feines Beizlein in der Nähe sowie völlige Ruhe – wir beschliessen spontan, hier einige Tage zu bleiben.

Liegeplatz irgendwo am Loire-Seitenkanal

Liegeplatz irgendwo am Loire-Seitenkanal

Das Wetter spielt bei diesem Entschluss eine entscheidende Rolle. Der Spätherbst ist schlicht und einfach traumhaft. In den Weinbergen verfärben sich die Reben, die Bauern verkaufen Äpfel und frischgepressten Süssmost und die Herbstsonne taucht die grosszügige, weite Landschaft in ein fahles, beinahe unwirkliches Licht.

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Die wenig befahrenen Kanäle in Frankreich sind beinahe durchwegs Tierparadiese. Die Biberratte haben wir ja bereits vorgestellt. Heute sind der Reiher und der Fasan an der Reihe.

Reiher

Reiher

Eisvögel haben wir schon öfters gesehen, aber für eine Foto hat es noch nicht gereicht. Aber wir bleiben dran.

Fasan

Fasan

Die Kanäle können auch zur tödlichen Falle werden. Fallen Tiere ins Wasser, so finden sie wegen der befestigten Ufer den Weg oft nicht mehr hinaus. Dieses Bild bot sich uns am besagten idyllischen Liegeplatz eines frühen Morgens:

Tödliches Ende für Jäger und Gejagten

Tödliches Ende für Jäger und Gejagten

Natürlich kann man über das Geschehen nur mutmassen. Aber die Annahme ist nicht abwegig, dass Füchslein habe den Hasen gejagt, dieser sei in wilder Flucht in den Kanal gefallen und der Fuchs hinterher. Im Tode jedenfalls treiben sie einträchtig nebeneinander.

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Auf der Fahrt nach Nevers passieren wir – nach der Kanalbrücke von Briare – einen weiteren wasserbautechnischen Leckerbissen, die Kombination einer Doppelschleuse mit 9.23 m Hub und einer Kanalbrücke.

In der Doppelschleuse von Guétin

In der Doppelschleuse von Guétin

Diese wiederum überspannt den Allier, welcher unweit von hier in die Loire mündet, auf einer Länge von 343m.

Auf der Kanalbrücke von Le Guétin

Auf der Kanalbrücke von Le Guétin

Ein heute stillgelegter Kanal führt vor der Kanalbrücke von Le Guétin geradeaus zum Allier und ist durch eine Schleuse mit dem Allier verbunden.

Die Rundschleuse «Écluse des Lorraines»

Die Rundschleuse «Écluse des Lorraines»

Diese unseres Wissens einzige Rundschleuse in Frankreich ist trotz ihres ehrwürdigen Alters noch vollständig erhalten. Vor der Doppelschleuse von Le Guétin ist ein langer Quai, an welchem festzumachen sich lohnt.

Der Quai vor der Doppelschleuse Le Guétin

Der Quai vor der Doppelschleuse Le Guétin

Von hier aus ist man mit dem Velo in einer halben Stunde bei der erwähnten Rundschleuse und in einer weiteren Viertelstunde im Dörfchen Apremont.

Apremont-sur-Allier

Apremont-sur-Allier

Apremont hat allen Versuchungen der Modernisierung widerstanden und mutet mit den altertümlichen Laternen und den vielen Ziehbrunnen wie ein Spielzeugdörfchen an.

Haus in Apremont

Haus in Apremont

Nicht weit entfernt ist auch der Zusammenfluss der beiden grössten Wildflüsse Frankreichs, der Loire und dem Allier im sogenannten Bec d’Allier. Das ganze Mündungsgebiet steht unter Schutz und ist ein einziges Naturparadies.

Der Bec d’Allier

Der Bec d’Allier

Die Weiterfahrt führt an der Mietbootbasis von Plagny vorbei zum Stichkanal, der den Canal latéral à la Loire mit Nevers verbindet.

Spätherbstliche Abendstimmung am Stichkanal nach Nevers

Spätherbstliche Abendstimmung am Stichkanal nach Nevers

Nevers liegt in der Nähe der Mündung des Allier in die Loire. Die Altstadt ist stufenförmig an einen Hang gebaut und wird von der Kathedrale und dem Herzogspalast überragt.

Nevers an der Loire

Nevers an der Loire

Im Hafen von Nevers hätten wir direkt an den Quai anlegen können. Aus irgendeinem Grund, der uns selbst auch nicht so klar ist, ziehen wir es aber vor, längsseits an der «Mamour» festzumachen.

Im Hafen von Nevers

Im Hafen von Nevers

Monique und Eric Perrin, ein Waadtländer Ehepaar, lebt hier ganzjährig mit seinen beiden Söhnen Rémy und Loïc. Sie haben nichts dagegen, wenn wir hier ein paar Tage liegen bleiben.

Unsere Schiffsnachbarn für eine Woche

Unsere Schiffsnachbarn für eine Woche

In der nächsten Nacht werden die Schiffe – auch die bewohnten –, die direkt am Quai liegen, von Einbrechern heimgesucht. Mobiltelefone, Kameras und Laptops sind die Beute. Unsere Nachbarn mit ihren zwei Hunden und wir, die nur über die «Mamour» erreichbar sind, bleiben verschont.

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In Nevers kommt Ton Wilhelm an Bord. Er lebt mit seiner Frau auf der «Vrouwe Dirkje» und veröffentlicht seine Berichte regelmässig auf www.vrouwe-dirkje.nl. Die Beiden haben den letzten Winter ebenfalls in Roanne verbracht und wir haben zusammen Weihnachten gefeiert. Er ist für ein paar Tage Strohwitwer und wir haben ihn kurz entschlossen als Gast für die restlichen 152 Fahrtkilometer nach Roanne eingeladen.

Ton Wilhelm

Ton Wilhelm

Die Tage sind unvermindert prächtig, aber die Nächte bitter kalt. Zwar haben wir es im Schiff dank unserer Zentralheizung und der hervorragenden Isolation gemütlich warm und trocken, aber mehr als einmal kratzen wir am Morgen auf dem Deck das Eis weg. Wir beschliessen deshalb, ohne lange Zwischenhalte nach Roanne zu fahren. Wie wir am frühen Nachmittag des 23. Oktober kurz vor Digoin über Steuerbord in den Canal de Roanne à Digoin einbiegen, verspüren wir schon richtiggehend Stalldrang.

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Wir haben schon in unserem Bericht Nr. 30 den Dammbruch des Canal de Roanne à Digoin erwähnt. Jetzt sehen wir erstmals selbst die Stelle, wo am 13. Juni der vom Dauerregen völlig durchweichte Kanaldamm über eine Länge von etwa 30 Metern einbrach und sich die Wassermassen des Kanalabschnitts von Briennon in die Loire ergossen.

Der gebrochene Kanaldamm bei Briennon (Foto Karen Greenfield)

Der gebrochene Kanaldamm bei Briennon (Foto Karen Greenfield)

Das Bassin von Artaix vor dem Dammbruch...

Das Bassin von Artaix vor dem Dammbruch…

...und nachher

…und nachher

Diejenigen Skipper, welche in Roanne geblieben waren, sassen für zwei Monate im Hafen fest, bis der Damm wieder repariert war. Schlimmer erwischte es allerdings die Schiffe, die zur Unglückszeit im fraglichen Kanalabschnitt lagen.

Ungemütliche Lage (Foto Ton Wilhelm)

Ungemütliche Lage (Foto Ton Wilhelm)

Auf unserer Fahrt nach Roanne kommen wir an der Stelle vorbei, wo der Damm gebrochen war. Die «Flickstelle» ist deutlich erkennbar.

Die «Flickstelle» im Kanaldamm

Die «Flickstelle» im Kanaldamm

Die chronisch viel zu schnell fahrenden Mietboote haben allerdings mit ihrem Wellenschlag den reparierten Damm bereits wieder erodiert.

Erosion als Folge zu schnellen Fahrens

Erosion als Folge zu schnellen Fahrens

Uns bleibt nur die Hoffnung, dass die Kanalbehörden den Damm im Winter «mietbootsicher» flicken. Man kann übrigens den Mietbootfahrern nicht einmal einen Vorwurf machen. Erstens sind Mietboote nicht mit einem GPS ausgerüstet, das die Geschwindigkeit angeben würde, zweitens verfügen die Mieter meist nicht über eine Schiffsführerprüfung und drittens kennen sie mangels genügender Instruktion durch die Vermieter die verhängnisvollen Folgen von Wellenschlag wegen zu schnellen Fahrens schlicht und einfach nicht. Und immerhin werden dank der Bootsvermieter viele Kanäle noch offen gehalten, die sonst längst mangels Benützung geschlossen wären.

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Der wenig befahrene Canal de Roanne à Digoin ist landschaftlich ausgesprochen reizvoll, weil er meist etwas höher als die Loire liegt, die sich nebenher schlängelt. So schweift der Blick ungehindert über die wundervolle Loirelandschaft, weder Strassen noch Eisenbahnlinien stören die Idylle.

Die Sieben-Meter-Schleuse von Bourg-le-Comte

Die Sieben-Meter-Schleuse von Bourg-le-Comte

Mit zehn Schleusen auf 55 Kilometern ist er – für einen Kanal – relativ «schleusenarm». Allerdings haben zwei Schleusen 6 Meter Hub und eine 7 Meter, sind also recht eindrücklich, vor allem beim Bergaufschleusen.

Die Brücke von Iguerande

Die Brücke von Iguerande

Vor der Engstelle der Brücke von Iguerande treffen wir unsere Roanner Nachbarn Karen und Barry, die hier mit ihrer «M.S. Eleonore» für ein paar Tage angelegt haben. Wildes Winken und Rufen, dann sind wir vorbei.

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Es ist ein eigenartiges Gefühl, nach sechs Monaten Fahrt wieder in den Hafen zurückzukehren, in welchem wir schon den letzten Winter verbracht haben. Viele alte Bekannte und Freunde haben uns erwartet und begrüssen uns. Wir kehren zurück mit einer Fülle von Erlebnissen und Eindrücken, sind insgesamt 1941 Kilometer gefahren, haben 344 Schleusen passiert, an über 50 verschiedenen Orten für einen Tag oder länger angelegt, neue Freundschaften geschlossen, viele neue Dörfer und Städte kennen gelernt und wir sind von ernsthaften Pannen verschont geblieben. Wenn es nicht immer kälter geworden wäre, wären wir noch lange gefahren.

Zurück im Hafen von Roanne

Zurück im Hafen von Roanne

Aber auf der anderen Seite freuen wir uns auf die angenehmen Seiten des sesshaften Lebens, auf die Roanner Hafengemeinschaft, die Freunde vom Lion’s Club Roanne und vom französischen Wanderklub, das rege gesellschaftliche Leben der rund 9 Nationen umfassenden Ronnaiser Barge Community, die Spielabende mit Canasta und Mexican Train, das zur Zeit en vogue ist, auf das Theater, die Bibliothek und die Kirchenkonzerte.

Und es bleibt uns ein ganzer Winter Zeit, um die nächste Fahrsaison zu planen…

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2 Gedanken zu „Bericht 34, Oktober 2007

  1. Liebe Huber’s, bzw. unter SSK-Mitglieder: Liebe Charlotte, lieber Christian
    Dank einem Hinweis auf der Kinette-HP (hervorragend gemacht übrigens) haben wir Kontakt aufgenommen mit Ruud Thomas aus Amsterdam. Diesen Mann mit Herzblut für Kanalboote kann man als Berater wirklich nur wärmstens empfehlen (und die Niederlanden als Schiffs-Jagdrevier ebenfalls). Er kennt tatsächlich nur Lösungen und keine Probleme. Dank seiner Beratung und Betreuung haben wir letzten Sommer, quasi in no time, unser Traumschiff („Alpine Rose“; eine Curtevenne mit dunklem Rumpf; Länge 10M, Breite 3,2M; Heimathafen bis auf weiteres Leimuiden NL) gefunden. Es war für uns Beiden Liebe auf den ersten Blick. Der gute Ruud hat für uns alles von A bis Z erledigt und x Dienstleistungen in einer totalen Selbstverständlichkeit angeboten und erbracht. Herzlichen Dank für die gute Empfehlung! Und auch an dieser Stelle herzlichen Dank an Ruud.
    Liebe Grüsse
    Jean-Claude & Cécile d’Hondt

  2. Liebes Ehepaar Huber¨!
    Seit fünf Jahren sind wir mit unserem Camper (Flair) in Europa unterwegs. Oft machen wir Station an Kanälen und Schleusen in Frankreich. Vor Jahren haben wir mit unserer Familie oft Ferien auf gemieteten Hausbooten gemacht, das waren die tollsten Ferien. Nun wird ein eigenes Boot immer mehr zu einer Alternative. Die Homepage kinette.ch wird regelmässig besucht. Wir danken Euch für die spannenden Reiseberichte. Was aber noch perfekter ist, das sind die Informationen betreffend möglichem Erwerb eines Schiffes mit den vielen Links, Tipps und Empfehlungen. Dafür herzlichen Dank! Gute Fahrt im neuen Jahr, viele schöne Erlebnisse und Kontakte mit Menschen in Europa. Vielleicht begegnen wir uns einmal an einer Schleuse.
    Willi und Jrène Sutter aus Kloten

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