Bericht 148,
Das Jahr 2017 im Rückblick

Weener – Oldenburg – Bremen – Minden – Hannover – Wolfsburg – Lübeck – Hamburg – Weener

(Norddeutschland; 1’183 Kilometer; 50 Schleusen, 2 Hebewerke, 2 Hubbrücken)

Hier beginnt die Rundreise

Hier beginnt die Rundreise

Die erste Etappe: Von Weener nach Bremen

Die erste Etappe: Von Weener nach Bremen

Hinter den trockenen Zahlen von 1’183 Kilometern, 50 Schleusen, 2 Hebewerken und 2 Hubbrücken verbirgt sich eine unvergessliche Fahrsaison. Unser Sohn und unsere Tochter haben sich je mit Familie und je für eine Woche Ferien angemeldet. Und wie jedes Jahr werden uns Christina, Kuno und Lara Müller für eine Woche begleiten. Ferner ist Lions-Freund Jörg Nagel unserer Einladung gefolgt, in Lübeck drei Tage an Bord zu verbringen. Logistik und Planung müssen wir um unser Vorhaben herum bauen, die drei Hanse­städte Bremen, Lübeck und Hamburg anzufahren.

Das bedeutet, dass wir zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem mit Flugzeug oder Bahn erreichbaren Ort sein müssen und rund eine Woche später an einem anderen Ort, der dieselben Bedingungen erfüllt.

Wir wählen Hannover (ICE), Wolfsburg (ICE), Lübeck (ICE sowie Nähe zu Flughafen Hamburg) und Hamburg (ICE sowie Flughafen) als Fixpunkte.

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In Oldenburg selbst ist der Stadthafen ein einzige Baustelle. Wir finden einen Ausweich­liegeplatz bei «Yachtcharter Nordwest», am Küstenkanal, zehn Radminuten vor Olden­burg. Inhaber Helmut Lucka ist im Hauptberuf Lotse in Bremerhaven und das sollte uns noch zugute kommen.

Erste Station: Wardenburg am Küstenkanal (vor Oldenburg)

Erste Station: Wardenburg am Küstenkanal (vor Oldenburg) Foto Christian Würgler

Oldenburg

Oldenburg

Oldenburg ist nur schon wegen seiner Altstadt, der grössten Fussgängerzone Deutschlands, einen ausgiebigen Aufenthalt wert.

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Auf der Hunte von Oldenburg nach Elsfleth

Auf der Hunte von Oldenburg nach Elsfleth

Von Oldenburg nach Bremen fährt man auf der Hunte und der Unterweser, beides Tidengewässer. Bei ablaufendem Wasser auf der Hunte nach Elsfleth, so kalkuliert, dass dort genau dann die Tide kentert und hernach auf der Unterweser mit der Flut nach Bremen. Dank dem bereits erwähnten Helmut Lucka erhalten wir im grosszügigen Europahafen den ehemaligen Liegeplatz der «Alexander von Humboldt» und können dort einen ganzen Monat bleiben.

Auf der Hunte zu Tal

Auf der Hunte zu Tal

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Unser Liegeplatz in Bremen für einen Monat

Unser Liegeplatz in Bremen für einen Monat

Wer in seinem eigenen (komfortablen) Schiff wohnt, kann es sich leisten, auch mal einen ganzen Monat in einer Stadt zu bleiben. In den eigenen vier Wänden zu wohnen, nie Koffer packen zu müssen und weiter zu ziehen, wenn man glaubt, alles gesehen zu haben, ist ein Privileg, welches nur ein Schiff bietet. Wohnmobile können auf dieser Komfortstufe schlicht nicht mithalten. Vom entschleunigten Leben auf dem Schiff wollen wir gar nicht reden!

Bremen

Bremen

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Zweite Etappe: Von Bremen nach Minden

Zweite Etappe: Von Bremen nach Minden

Die Mittelweser von Bremen nach Minden ist schlicht und einfach schön. Damit ist eigentlich alles gesagt. Ausser, dass auch die Städte, die wir anfahren, Verden an der Aller und Nienburg, ebenfalls reizvoll sind. Verden ist schon bald kitschig, so herausgeputzt ist es. Das Handwerk der Hannoveraner Pferdezucht scheint goldenen Boden zu haben!

Auf der Mittelweser zu Berg

Auf der Mittelweser zu Berg

Verden

Verden

Von Verden nach Nienburg

Von Verden nach Nienburg

Nienburg

Nienburg

Anzumerken bleibt nur, dass drei Wochen später, wie der Himmel drei Tage lang alle Schleusen öffnet, die Fahrt auf der Weser zu Berg mühsam, auf der Aller grenzwertig geworden wäre.

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Von Minden nach Hannover

Dritte Etappe: Von Minden nach Hannover

In Minden kann man mit einem Schiff von der Länge des unsrigen ohne zeitliche Beschränkung an den Liegeplätzen der Berufsschifffahrt liegen. Das entbehrt zwar ziemlich der Romantik, aber Minden entschädigt mit zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten mit dem Rad, etwa der Oberweser entlang nach Porta Westfalica oder bis Bad Oeynhausen sowie mit der Museumsbahn nach Südhemmern. Darüber hinaus bietet Minden alle Einkaufs­möglich­keiten.

Minden Westhafen

Minden Westhafen

Minden Innenstadt

Minden Innenstadt

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Die Fahrt von Minden nach Hannover ist unspektakulär, sieht man einmal von der Kanal­brücke über die Weser ab. Die Grossschleusen Anderten und Sülfeld passieren wir ohne nennens­werte Warte­zeiten.

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Dritte Etappe: Von Hannover nach Wolfsburg

Vierte Etappe: Von Hannover nach Wolfsburg

Hannover

Hannover

Hannover ist Grossstadt und Hauptstadt des Bundeslandes Niedersachsen. Obwohl Hannover am Mittellandkanal liegt, ist die Anbindung an die Schifffahrt, sei es Berufs- oder Freizeitschifffahrt, nahezu inexistent. Wir liegen im Yachthafen Hannover, der ehemaligen Arminius-Werft, an einem der wenigen Plätze für grössere Schiffe.

Die Herrenhäuser Gärten in Hannover

Die Herrenhäuser Gärten in Hannover

Zwei Sehenswürdigkeiten würden wir in Hannover in jedem Fall besuchen: Die Herrenhäuser Gärten, welche zu den bedeutendsten Barockgärten in ganz Europa gehören sowie den Hannoveraner Zoo.

Zoo Hannover

Zoo Hannover

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In Hannover kommen Sohn, Schwiegertochter und Enkel an Bord und am Tag nach dem Zoobesuch beginnt es zu regnen. Es regnet einen Tag, es regnet zwei Tage und es regnet drei Tage. Und es ist nicht einfach Regen, nein, es giesst wie aus Kübeln, es schüttet – drei Tage lang ununterbrochen. Flüsse treten über die Ufer, Innenstädte werden über­schwemmt, Keller laufen voll. In jenen Tagen fahren wir von Hannover (wo die Leine Hoch­wasser führt) nach Wolfsburg, auf dem Mittellandkanal also und damit unbehelligt vom Hoch­wasser.

Drei Tage Dauerregen

Drei Tage Dauerregen

Wir kommen uns vor wie in der Arche Noah – falls sie es dort auch so gemütlich, trocken und warm hatten!

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Die M.S. Therese von Willi und Dagmar Westphal

Die M.S. Therese von Willi und Dagmar Westphal

In Wolfsburg verlässt uns unser Sohn mit Familie, eine gute Woche später wird unsere Tochter mit Familie an Bord kommen. Während wir in Wolfsburg auf diese nächste familiäre Invasion warten, nehmen uns Dagmar und Willi Westphal, die mit dem Fracht­schiff M.S. Therese von Berlin herkommen, auf ihrer Fahrt zur 13 Kilometer entfernten Liegestelle Edesbüttel mit, wo sich die erweiterte Familie Westphal zur Grillparty trifft.

Willi und Dagmar Westphal

Willi und Dagmar Westphal

Christian am Steuer der M.S. Therese

Christian (mit der linken Hand) am Steuer der M.S. Therese

Christian am Steuer der M.S. Therese

Christian am Steuer der M.S. Therese

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Vierte Etappe: Von Wolfsburg nach Lübeck

Fünfte Etappe: Von Wolfsburg nach Lübeck

Wenige Tage später trifft unsere Tochter mit ihren beiden Kindern (3½ und 6½) in Wolfs­burg ein und kommt an Bord. Nach dem obligaten Tag im «Phaeno» fahren wir ein Stück weit auf dem Mittellandkanal bis zum mittlerweile bekannten Edesbütteler Dreieck, biegen dort über Steuerbord in den Elbe-Seitenkanal ein und dann ein paar Kilometer die Elbe zu Berg, bis wir ab Lauenburg auf dem Elbe-Lübeck-Kanal nach Lübeck fahren.

Schiffshebewerk Lüneburg-Scharnebeck (Elbe-Seitenkanal)

Schiffshebewerk Lüneburg-Scharnebeck (Elbe-Seitenkanal)

Elbe-Lübeck-Kanal

Elbe-Lübeck-Kanal

Dort könnten wir hinter der historischen Drehbrücke im Museumshafen liegen. Könnten wir – aber dort findet irgendein Bierzelt-Event statt, mit Musik und Rambazamba bis spät in die Nacht. Nicht unser Ding. Wir bleiben deshalb im Vorhafen zum Museumshafen liegen, vor dem historischen Schuppen 6. Hier haben wir drei Wochen lang keine Wasser­zapf­stelle und wegen des Schuppens keinen TV-Empfang. Beim ersten wissen wir uns zu helfen und das zweite geniessen wir.

Lübeck

Lübeck

Lübeck

Lübeck mit dem Schuppen 6

Lübeck ist, nach Bremen, die zweite Hansestadt auf unserer Reise. Wir wollen sie nicht miteinander vergleichen. Aber selbst nach drei Wochen Aufenthalt behaupten wir nicht, wir hätten alles gesehen, was man sehen könnte. Die «have to see»-Orte sind das Budden­brook-Haus, das Hanse­museum, das Holsten­tor, die Kirche St. Petri, der Dom, das Heiligen-Geist-Hospital und viele weitere. Die nach den britischen Flächen­bombarde­menten von 1942 – nach heutigem Recht ein Kriegs­verbrechen – erhaltenen Teile des mittel­alterlichen Stadt­kerns auf der Altstadt­insel sind von der UNESCO zum Welt­kultur­erbe erklärt worden.

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Fünfte Etappe: Von Lübeck nach Hamburg

Fünfte Etappe: Von Lübeck nach Hamburg

Nach drei Wochen in Lübeck kommen unsere Freunde Christina und Kuno Müller mit Tochter Lara an Bord und gemeinsam fahren wir nach Hamburg. Die Fahrt auf der Elbe zu Tal haben wir in Bericht 145 ausführlich geschildert, das brauchen wir hier nicht zu wiederholen. Nur eins: Es war echt geil!

Einlaufen in Hamburg

Einlaufen in Hamburg

In Hamburg könnte man im City Sportboothafen liegen. Entschieden standesgemässer ist natürlich der Traditionsschiffhafen im Sandtorhafen, bei dessen Hafenmeister wir uns zeitig, nämlich fünf Monate vor der geplanten Ankunft, nach einem Liegeplatz erkundigt haben.

Unser Liegeplatz in Hamburg

Unser Liegeplatz in Hamburg

Dass wir mit dem zugesagten Liegeplatz das grosse Los gezogen haben, wird uns klar, wie wir in den Sandtorhafen einlaufen. Wir liegen nämlich ganz vorne am Hafenponton, Auge in Auge mit der Elbphilharmonie.

Die Elbphilharmonie

Die Elbphilharmonie (mit Regenbogen als Zugabe)

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Sechste Etappe: Von Hamburg nach Weener

Sechste Etappe: Von Hamburg nach Weener

In Hamburg hätten wir noch viel länger bleiben wollen. Wer mit dem Schiffs-Virus infiziert ist, muss sich hier einfach wohl fühlen. Aber zuhause ist ein vierter Enkel angekündigt, da sind die Gross­eltern gefragt. Sonst hätten wir die 527 Kilometer von Hamburg ins ost­friesi­sche Winter­quartier sicher nicht in netto sieben Fahr­tagen zurückgelegt. Aber Schiff fahren ist immer schön, getreu nach dem Motto «The worst day cruising is better than the best day working». Wer es auch genossen hat, war der Schiffs­diesel, der stundenlang zufrieden vor sich hin stampfen durfte.

Morgenstimmung auf dem Mittellandkanal

Morgenstimmung auf dem Mittellandkanal

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Vor Herbrum, bei der Abzweigung des Küstenkanals, schliesst sich der Kreis unserer Reise.

Hier schliesst sich der Kreis

Hier schliesst sich der Kreis

Am späten Nachmittag des folgenden Tages können wir die Seeschleuse von Herbrum passieren. In Herbrum endet der Dortmund-Ems-Kanal und es beginnt die Tidenems. In der hereinbrechenden Dämmerung fahren wir mit ablaufendem Wasser zu Tal, passieren beim letzten Büchsenlicht die immer noch nicht wiederaufgebaute Friesenbrücke, wenden und fahren gegen die Strömung in die Kammerschleuse mit ihren doppelten Stemmtorpaaren ein.

In der Abenddämmerung auf der Tidenems zu Tal

In der Abenddämmerung auf der Tidenems zu Tal

Ein tiefes Gefühl von Glück und Zufriedenheit erfüllt uns, wie wir im Alten Hafen Weener festmachen. Wir haben in dieser Fahrsaison alle Ziele angefahren, die wir anfahren wollten, wir hatten sowohl in Bremen als auch in Lübeck und Hamburg wunderbare Liegeplätze, unsere mitfahrenden Familienmitglieder und Freunde erlebten entspannende Ferien – und das alles ohne den geringsten Zwischenfall oder gar Panne.

Im Alten Hafen Weener

Im Alten Hafen Weener

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«Warum um Himmels willen wollt Ihr eigentlich Euer europaweit bekanntes Schiff verkaufen?» sind wir mehrmals gefragt worden. Nach dieser Saison fragen wir uns das auch. Die Antwort ist einfach: Die mittlerweile vier Enkel. Aber es wird uns schwer, sehr schwer fallen!

Aus dem Logbuch:

  • Weener. Moderner Sport­boot­hafen mit allen notwendigen Ein­richtungen sowie Alter Hafen für Traditions­schiffe. Kosten­pflichtig. Das Gebiet ist struktur­arm und das merkt man dem Städtchen auch an. Dennoch sind alle Einkaufs­möglich­keiten vorhanden (Grosser EDEKA, Combi sowie Baumarkt Holz+Bau). Jeweils am Donnerstag Fisch­verkäufer vor dem EDEKA. Heimat­museum, Orgel­museum. Grosses Freibad (offen von Mitte April bis Mitte September) mit beheiztem Schwimm­becken, Riesen­rutschbahn und Dampf­sauna. Bus­ver­bindungen in alle Richtungen, Bahn­verbindung nach Groningen. Einkaufstipp: Die in Gläsern nach Gross­mutters Art eingemachten Fleisch­konserven des Metzgers Leggedör.
  • Herbrum. Anleger des Ems Yachtclubs Lingen in einem Altarm der Ems bei DEK km 211. Strom und Wasser. Kostenpflichtig. Sehr ruhig und idyllisch. Hier sind schon Robben beobachtet worden, die vom Dollart her durch die Schleuse Herbrum «schleusten».
  • Oldenburg (Wardenburg). Liegeplatz der «Yachtcharter Nordwest». Strom und Wasser werden pauschal abgerechnet. Sanitäre Anlage, Waschen und Trocknen. In Warden­burg selbst EDEKA, Bäcker, Fleischer. Gastronomie: Restaurant «Wöbken, Hundsmühler Krug» mit Anlege­stelle für Schiffe. Alle Einkaufs­möglich­keiten in Oldenburg, zehn Fahrrad­minuten entfernt oder mit Bus.
  • Bremen. Europahafen. Kostenpflichtig (Euro 1.20/m). Strom und Wasser werden nach Verbrauch abgerechnet. Sanitäre Anlagen, Waschen und Trocknen. Aldi fussläufig. Fünf Fussminuten zu Bus- und Strassen­bahn­halte­stellen. Drei Halte­stellen bis zum Zentrum oder der Weser entlang mit dem Fahrrad. Im Zentrum alle Einkaufs­möglich­keiten. Kein Strassen­verkehr. Tag und Nacht ruhiger Hafen.
  • Auf der Mittelweser gibt es wohl einige Yachthäfen für Motor­yachten. Liegeplätze für grössere Schiffe gibt es praktisch nicht. Man kann mit Zustimmung des Schleusen­wärters im Unter- oder Oberwasser einer Schleuse übernachten. Alternativ kann man in den idyllischen Altarmen der Weser, jeweils vor dem Schleusen­kanal, vor Anker gehen.
  • Minden. Liegeplätze für Klein­fahrzeuge gegenüber der Schacht­schleuse MLK km 102.4 S-Ufer (gratis, ohne Einrichtungen) und bei einigen Liege­stellen der Berufs­schifffahrt. Sport­boot­hafen des Mindener Yacht-Clubs MLK km 97.0 N-Ufer. Alle üblichen Einrichtungen. Minden bietet alle Einkaufs­möglich­keiten, kulturellen Ein­rich­tungen und Sehens­würdig­keiten einer grösseren Stadt.
  • Haste. MLK km 138. Liegeplatz für die Berufs­schiff­fahrt mit Liegestelle für Klein­fahrzeuge. Keine Einrichtungen. In Haste «Netto» mit EDEKA-Produkten, Strassen­tankstelle.
  • Lohnde. MLK km 148.5. Liegeplatz für Berufs­schiff­fahrt und Kleinfahrzeuge. Keine Einrichtungen. Nähe zum Bunker­boot Firma DVS (vormals Arnemann). Roter und weisser Diesel, Trink­wasser. In Lohnde EDEKA.
  • Hannover. Yachthafen Hannover. Gast­liege­plätze, davon ein langer an der Ostkade. Kosten­pflichtig. Strom, Wasser, Dusche, Toiletten, Wasch­maschine, Diesel­tank­stelle (meist günstiger als Arnemann in Lohnde!), Fäkalien­absaug-Anlage. «Schifftaurant» mit gepflegter Küche. Bus und Strassen­bahn in der Nähe. Die üblichen Lebens­mittel­geschäfte in näherer Umgebung.
    Falls Sie Ihre Feuer­löscher wieder mal prüfen lassen müssen: Sven Homeier (Mobil 0172-54 59 208) kommt zum Hafen und ist absolut seriös.
    Liegestelle Edesbüttel.
    Lange Kade für die Berufs­schiff­fahrt mit einigen Strom­zapf­stellen (Wert­karte). Hinter der Böschung Freibad. Einkaufs­möglich­keiten sind uns nicht bekannt.
  • Wolfsburg. Wolfsburg verfügt über einen Yacht­hafen an der Nordseite des Mittel­land­kanals sowie eine Schiffs­liege­stelle für Schiffe über 20 m an der Südseite des MLK beim Bahnhof (Direkte Züge nach Berlin, Amsterdam und Bern). Am Westende der Kade Liegeplätze für etwa drei Yachten. An der langen Kade Strom­zapf­stellen (Wert­karte). In Wolfsburg selbst alle Einkaufs­möglich­keiten. Gastronomisch können wir nichts empfehlen. Liebhaber von Döner-, Thai- und China-Fast-Food kommen hingegen voll auf ihre Rechnung.
  • Rühen. Lange Liegestelle mit mehreren Strom­säulen (Wert­karte) und einer Wasser­zapf­stelle (Wertkarte). Am Ostende der Kade, beim Restaurant, Liegeplätze für Kleinfahrzeuge (ohne Stromsäule). Restaurant «Jorgos am Kanal» (Dienstags geschlossen). Wir haben dort gut gegessen.
  • Liegestelle Edesbüttel. Lange Kade für die Berufs­schiff­fahrt mit einigen Strom­zapf­stellen (Wert­karte). Hinter der Böschung Freibad. Einkaufs­möglich­keiten sind uns nicht bekannt.
  • Wittingen. Yachthafen der Wittinger Sport­hafen­gemein­schaft. Gäste­liege­plätze mit Strom und Wasser. Gross­zügige Sanitär­anlagen. Wasch­maschine und Trockner. Einfaches Restaurant mit deftiger Regional­kost (Sauerfleisch mit Brat­kartoffeln). Kinder­spielplatz.
  • Bad Bevensen. Lange Kade für die Berufs­schiff­fahrt mit einigen Strom­zapf­stellen (Wert­karte). Daran an­schlies­send Liege­plätze für einige wenige Klein­fahrzeuge. Dahinter Liege­plätze für Sport­boote, aller­dings ohne Ein­rich­tungen. Bad Bevensen ist anerkannter Kurort und bietet unter anderem ein Sole-Thermalbad mit mehreren Becken bis zu 34° C Wasser­temperatur im Freien und in der Halle. In Geh­distanz von den Liege­plätzen ein EDEKA.
  • Mölln. Liegeplätze für Motor­yachten beim WSV Mölln im Ziegel­see. Hübsches Städtchen, bekannt von der Till-Eulen­spiegel-Geschichte. Die üblichen Einkaufs­möglich­keiten.
  • Lübeck. Die alte Hansestadt ist eine der schönsten Städte Nord­deutsch­lands. Liege­möglich­keiten in mehreren Yacht­häfen. Neu für Motor- und Segel­yachten ist der Hansa­hafen an der Unter­trave. Für Traditions­schiffe Liege­möglich­keit im Museums­hafen vor oder hinter der histori­schen Dreh­brücke. Alle Einkaufs­möglich­keiten einer Stadt. Angaben zu kulturellen und sonstigen Sehens­würdig­keiten finden sich in den üblichen Reiseführern. Dennoch zwei Tipps. Kulturtipp: Das Hansemuseum an der Unter­trave ist aus­stellungs­didaktisch gesehen das modernste und best­gemachte Museum, das wir kennen. Gastrotipp: «Schiffergesellschaft», älteste Gaststätte Lübecks. Obwohl wir bei Traditions-Gaststätten, die über eine jahr­hunderte­alte Vergangen­heit und eine entsprechende Innen­einrichtung verfügen, vorsichtig geworden sind, weil man ja auch noch anständig essen und trinken möchte: Die «Schiffergesellschaft» ist hervorragend geführt.
  • Hamburg. Sport­boote pflegen im City Sport­hafen neben den St. Pauli Landungs­brücken (beim Feuerschiff) zu liegen. Strom, Wasser und Sanitär­anlagen. Wegen des un­unter­brochenen Verkehrs von (zu) schnell fahrenden Hafen­fähren und Rundfahrt-Barkassen ist der Sport­hafen eine sehr (sehr!) schaukelige An­ge­le­gen­heit. Eine ruhigere Ausweich­möglichkeit, aber etwas vom Stadt­zentrum entfernt, sind die Yacht­häfen in der Dove Elbe, einem Seitenarm der Norder­elbe. Als Traditions­schiff konnte Kinette im Traditions­schiff­hafen im Sand­tor­hafen liegen. Betrieben wird dieser Hafen von ehren­amtlichen Hafen­meistern der Stiftung Hamburg Maritim. Einkaufs­möglich­keiten sind Super­märkte in der Nähe der erwähnten Häfen. Alles Wissens­werte über Hamburg findet man in den ein­schlägi­gen Reise­führern. Wir haben besucht: Maritimes Museum (beinahe un­über­seh­bare Sammlung von Tausenden wunder­schöner Schiffs­modelle aus allen Epochen sowie von allem, was mit See und Seefahrt zu tun hat); Das Museums­schiff Cap San Diego an der Übersee­brücke; Miniatur-Wunderland (die weltweit grösste Modell­eisenbahn-Anlage im H0-Mass­stab mit natur­getreu nach­gebauten Regionen samt Modell­eisenbahnen, rollendem Strassen­verkehr sowie startenden und landenden Flug­zeugen); Ernst Barlach-Museum und Jenisch-Haus mit ein­drück­lichen, sehr schön kuratierten Aus­stellungen; das Musical Aladdin im Stage Theater Neue Flora, stell­vertretend für eines der zahl­reichen in Hamburg auf­geführ­ten Musicals. Gastrotipp: Die Alt Helgoländer Fischerstube am Fischmarkt 4a-c, erreichbar mit der Passagier­fähre 62 Halte­stelle Fisch­markt. Wir waren zweimal dort, beide Male war das Essen hervor­ragend und der Service sehr herzlich. Unbedingt reservieren!
  • Altenrheine. Kleiner Hafen im Ober­wasser der dritten Schleuse des Dortmund-Ems-Kanals. «Nur für Klein­fahrzeuge». Da wir ausserhalb der Saison hier lagen, haben wir das gross­zügig übersehen. Keine Ein­richtungen. Die Strom­zapf­säule ist ausser Betrieb.
  • Haren. Endpunkt (resp. Beginn) des Haren-Rütenbrock-Kanals. Liege­möglich­keit entweder am 60 m langen Steg am li. Ufer vor Schleuse I (keine Ein­richtungen, Liege­geld für unsere Länge € 16) oder im neuen Emspark-Yachthafen an der Ems. Im Liege­geld sind Strom (16 Ampère!) und Wasser inbegriffen. Moderner Yacht­hafen mit Wasch­maschine, Trockner und Dusche, aber kein WiFi. In Haren alle Einkaufs­möglich­keiten. Markt am Freitag. Sehens­wert: Schiff­fahrts­museum. Gastrotipp: «Steakhouse» beim Dom. Sehr gut besucht, unbedingt reservieren.
  • Herbrum. Anleger des Ems Yachtclubs Lingen in einem Altarm der Ems bei DEK km 211. Strom und Wasser. Kosten­pflichtig. Sehr ruhig und idyllisch. Hier sind schon Robben beobachtet worden, die vom Dollart her durch die Schleuse Herbrum «schleusten».
  • Weener. Moderner Sport­boot­hafen mit allen not­wen­di­gen Ein­rich­tungen sowie Alter Hafen für Traditions­schiffe. Kosten­pflichtig. Das Gebiet ist struktur­arm und das merkt man dem Städtchen auch an. Dennoch sind alle Einkaufs­möglich­keiten vorhanden (Grosser EDEKA, Combi sowie Baumarkt Holz+Bau). Jeweils am Donnerstag Fisch­verkäufer vor dem EDEKA. Heimat­museum, Orgel­museum. Grosses Freibad (offen von Mitte April bis Mitte September) mit beheiztem Schwimm­becken, Riesen­rutsch­bahn und Dampf­sauna. Bus­verbindungen in alle Richtungen, Bahn­verbindung nach Groningen. Einkaufs­tipp: Die in Gläsern nach Gross­mutters Art eingemachten Fleisch­konserven des Metzgers Leggedör.
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Ein Gedanke zu „Bericht 148,
Das Jahr 2017 im Rückblick

  1. Auch diesen, die Saison abschliessenden Bericht habe ich gerade wieder „verschlungen“. Es wurden viele Erinnerungen an eigene Erfahrungen wach, danke dafür!

    Alles Gute und beste Grüße
    Klaus Pajunk
    einer aus der Hafenmeistercrew des Traditionsschiffhafen in Hamburg

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